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Wien-Marathon 2005 -
Verletzung verhindert angepeilte Zeit von 3:45 h

Als die Vorbereitung auf den Wien-Marathon eigentlich schon abgeschlossen war, ist es bei der letzten Trainingseinheit am Donnerstag vor dem Marathon passiert. Ich war mit Frank im Stadion um noch einige flotte Runden zu drehen, da habe ich mir bei einem kurzen Zwischensprint eine Zerrung am linken Oberschenkel eingefangen. Nachdem ich dann mich bis zum Start am Sonntag morgen kaum bewegt habe und den Oberschenkel geschont bzw. gekühlt habe, bin ich dann trotzdem an den Start gegangen. Mit am Start waren dieses Mal neben Frank auch Gege (Gerald Schur) und unser Jecke (Andreas Schmidt). Auch sie wollten sich auf das Abenteuer Marathon einlassen.

Schon am Start um 9:30 Uhr scheinte die Sonne und sorgte somit für optimale Wetterbedingungen für die insgesamt knapp 25.000 Starter, davon ca. 7.000 Marathon-Läufer. Eigentlich wollte ich zusammen mit Frank laufen, aber irgendwie haben wir uns im Startbereich aus den Augen verloren, somit musste jeder sein eigenes Rennen laufen.

Nach dem Start in der Nähe der Uno-City ging es über die Reichsbrücke in Richtung Innenstadt. Bei km 3 wurden wir zum ersten Mal von Uli, Martina und Sabine angefeuert.

 
Frank
 
Freilsch
     
   
Jecke und Gege
   

Mein Lauftempo war von Anfang an mit 5:20 min/km relativ konstant auf eine Endzeit von 3:45h ausgerichtet. Allerdings wusste ich nicht, wie lange der Oberschenkel das mitmachen würde. Vorbei an der Urania und der Staatsoper führte uns die Strecke zum Schloss Schönbrunn, wo kurz danach bei km 13 wiederum unsere persönlichen Betreuerinnen auf uns warteten.

 
Frank bei km 13
Freilsch bei km 13

Ab km 13 fiel die Strecke leicht ab und führt durch die Bezirke Mariahilf, Innere Stadt und Alsergrund an den Donaukanal hinab. Diesem folgten die Läufer bis man bei km 24 in den Prater einbog. Ich überquerte die Halbmarathon-Marke nach 1:52:36, war also noch voll im Plan. Allerdings machte sich die Verletzung jetzt doch stärker bemerkbar und durch die bewusst höhere Belastung des rechten Beines fingen auch dort so langsam die Schmerzen an. Bei km 22 gab es wieder weitere Motivation durch Uli, Sabine und Martina.

 
Frank bei km 22
Freilsch bei km 22
Gege bei km 22

Nachdem man in den Prater abgebogen ist, beginnt der zäheste Teil des Wien-Marathons. Es geht Schnurgerade die Hauptallee entlang. Nur ein Abstecher durch das Vergnügungsviertel am Riesenrad vorbei und ein Schlenker beim Ernst-Happel-Stadion sorgen für etwas Abwechslung. Auch die Stimmung entlang der Strecke ist auf diesem Abschnitt nicht besonders motivierend.
Ab km 23 merkte ich, dass ich mein Tempo nicht weiter halten kann. Ich habe dann beschlossen an der nächsten Verpflegungsstation bei unseren Betreuerinnen kurz vor km 28 aufzuhören um keine größere Verletzung zu riskieren. Dort angekommen haben wir dann auf Gege gewartet, der sich bei seinem Marathondebüt anfangs etwas übernommen hatte und jetzt viel Zeit auf der Strecke lies.

Gege und Freilsch bei km 28

Nach ca. 30 minütiger Pause bin ich dann doch wieder mit Gege auf die Strecke gegangen, um ihm bei den endlosen Kilometern durch den Prater etwas moralische Unterstützung zu geben. Das langsame Tempo kam mir entgegen und so liefen wir gemeinsam in Richtung Ziel. Bei km 35 ging es endlich aus dem Prater heraus wieder Richtung Donaukanal, dem wir bis km 39 folgten. Hier gab es nochmals die letzte Aufmunterung durch Martina, Sabine und Uli, die neben uns hersprangen und uns den letzten Kick für die restlichen 3km gaben.

 
Frank bei km 39
Freilsch und Gege bei km 39
Freilsch und Sabine bei km 39
Gege und Martina bei km 39

Die letzte Steigung wurde überwunden und nun ging es zum Ziel in Richtung Heldenplatz. Die Stimmung an der Strecke war hier endlich auch eines City-Marathons würdig. Der Zieleinlauf war echt gigantisch. Durch die Säulen hindurch auf den Heldenplatz. Gemeinsam überschritten Gege und ich die Ziellinie noch unter der 5-Stunden-Grenze.

Danach haben wir uns erstmal erholt und dann auch unsere Mädels und Frank (Endzeit 3:50:16h) getroffen. Gemeinsam ging es dann zum wohl verdienten Finisher-Bier.

 
Finisher-Bier in Wien
Finisher in Uli´s Biergarten

Was war eigentlich mit unserem Jecke passiert? Das haben wir uns auch lange gefragt. Nachdem Gege ihn bei km 6 zum letzten Mal gesehen hatte war er davon ausgegangen, dass unser Jecke aufgehört hat. Dem war allerdings nicht so. Nach einer Karambolage an einem Verpflegungstand musste Jecke eine kurze Pause einlegen. Er ist dann weitergelaufen und hat nach 5:59:44 h das Ziel überquert. Superleistung, die wir leider nicht an der Strecke würdigen konnten. Aber das nächste Mal - versprochen.

 
Finisher-Jecke
Unsere Finisher-Medaille

Was kommt als nächstes? Vermutlich werden wir am 2. Oktober den 3-Länder-Marathon am Bodensee in Angriff nehmen. Jetzt bin ich mal gespannt ob ich dann endlich meine Zielzeit - 3:45h - erzielen werde.

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